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„Menschen werden uns anvertraut“

In der Tagespflege der Diakoniestation in Schrozberg werden vorwiegend ältere Menschen zeitweise betreut. Anfang Mai 2022 wurde die Einrichtung offiziell eingeweiht.

„Ein lang gehegter Wunsch ist nun endlich in Erfüllung gegangen“, freute sich Erwin Landwehr, Geschäftsführer der Diakoniestation Blaufelden, bei der Einweihung der Tagespflege „Am Schloss“ in Schrozberg. Seit Jahren sei bekannt, dass der nördliche Altkreis Crailsheim mit Tagespflegeplätzen unterversorgt sei. Darum gebe es schon lange Planungen für eine solche Einrichtung, die pflegenden Angehörigen „eine Entlastung in schwierigen Zeiten“ bietet. Nun seien in Schrozberg schöne, nette Räume entstanden, ein „Lichtblick, der besser nicht sein könnte“, unterstrich Erwin Landwehr. Zusammen mit dem Service-Wohnen im gleichen Haus, dessen Bewohnerinnen und Bewohner auf Wunsch ebenfalls von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakoniestation betreut werden, gäbe es vielseitige Möglichkeiten in Schrozberg.

Auf dem ehemaligen Gelände der Molkerei in der Badtorstraße mitten in Schrozberg entstand seit 2020 im Auftrag des Schwesternverbandes ein Gebäude mit insgesamt 18 Service-Wohnungen und mit bis zu 15 Plätzen in der Tagespflege. Der diakonische Verein aus dem Saarland betreibt auch das Seniorenwohnheim „Haus am Brühlpark“ in der Stadt.

Der evangelische Dekan Siegfried Jahn habe nach eigener Aussage die Idee einer Tagespflege nach Blaufelden mitgebacht: Immer wieder habe er bei Hausbesuchen gesehen, wie sich Angehörige in aufopfernder Weise um pflegebedürftige Familienmitglieder gekümmert haben. Teilweise so stark, dass die eigenen Bedürfnisse zurückstehen mussten. „Nun können wir diese Idee zu Ende bringen.“ Doch es sei gar nicht so einfach gewesen, eine solches Angebot auf die Beine zu stellen, „man muss 1700 Vorschriften beachten“, zeigte er augenzwinkernd auf. Durch die Zusammenarbeit mit dem Schwesternverband habe der Kirchenbezirk – er ist der Träger der Diakoniestation – eine Immobilie gefunden, „bei der wir uns auf unsere kirchliche Arbeit konzentrieren können“: die Entlastung von pflegenden Angehörigen. „Mir ist es wichtig, dass in der Tagespflege keine Menschen abgegeben werden“, betonte der Dekan, „sie werden uns anvertraut und wir schenken ihnen die Würde, die sie verdienen“. Wer den Menschen begegnen wolle, dessen Herz müsse sprechen. Dabei müsse der Schmerz des Anderen gespürt werden und was sie oder ihn beschäftige. Er sei sich sicher, erklärte Siegfried Jahn, dass jeder Mensch, der das Haus betrete, von Jesus begleitet werde. In seinen Segen schloss er die Gäste, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Gebäude mit ein.

Schrozbergs Bürgermeisterin Jacqueline Förderer blickte auf die Geschichte des Geländes zurück: Seit 1900 wurde es zunächst von einer Molkerei genutzt, die sich ständig erweiterte. Nachdem sie in den 1990er Jahre ins Industriegebiet ausgesiedelt ist, gab es verschiedene Pläne für das innerstädtische Grundstück. Sie reichten von Wohngebäuden bis hin zu einem speziellen Angebot für Seniorinnen und Senioren. Seit 2014 konkretisierten sich die Pläne und 2018 wurde der Vertrag zum Bau des Gebäudes für rund fünf Millionen Euro geschlossen. Anfang 2022 war das Projekt beendet. Nun habe Schrozberg durch das Seniorenwohnheim, das Service-Wohnen und die Tagespflege „ein gutes Angebot für Seniorinnen und Senioren“.

Die gute Zusammenarbeit mit der Diakoniestation Blaufelden hob auch Nicole Grundhöfer-Kukfisz, Vorstandsmitglied des Schwesternverbands, hervor und zitierte ein afrikanisches Sprichwort: „Willst du schnell gehen, geh alleine. Willst du weit gehen, geh mit anderen.“ Denn durch die demografische Entwicklung sei ein solches Angebot der Tagespflege wichtig. Es ergänze die häusliche und stationäre Pflege hervorragend.

Die Diakoniestation Blaufelden unterstützt Pflegebedürftige im Kirchenbezirk mit verschiedenen mobilen Angeboten, die von der Behandlungs-, Verhinderungs- und Kinderkrankenpflege über Hilfen im Haushallt bis hin zur zeitweisen Betreuung von dementen Personen reicht. Die Tagespflege „Am Schloss“ in Schrozberg rundet die Leistungen ab: Bis zu 15 Menschen werden hier tagsüber von 8 bis 16 Uhr von Fachkräften betreut, ihr Motto lautet: „Gut versorgt, wie Zuhause.“ Den Gästen werde eine Tagesstruktur gegeben. Dazu gehören Gymnastik, Spaziergänge und Gedächtnistraining und eine abwechslungsreiche Beschäftigung. Sie erhalten Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Durch die individuellen Betreuungszeiten werden Familienangehörige entlastet und sie können sich regelmäßig oder unregelmäßig Freiräume schaffen. Die Gäste werden morgens zu Hause abgeholt und nach einem erfüllten Tag abends wieder heimgebracht. Die Finanzierung der Leistungen kann über die Pflegekasse erfolgen.

Foto: Freuen sich über die Einweihung der Tagespflege „Am Schloss“ in Schrozberg (von links): Erwin Landwehr (Diakoniestation), Nicole Grundhöfer-Kukfisz (Schwesternverband), Bürgermeisterin Jacqueline Förderer und Dekan Siegfried Jahn.

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